Aktuelles arrow Aktuelles arrow Widder bei den Hörnern packen
Widder bei den Hörnern packen PDF Drucken E-Mail
Kultur- und Freizeitzentrum Witterda sowie Markthalle als wichtige Vorhaben ländlicher Entwicklung  
 
Das Projekt Filet (Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen) verzeichnet allein im Erfurter Umland 157 Wünsche nach europäischer Förderung. Schon acht Leitprojekte werden insgesamt über fünf Millionen Euro benötigen.
 
ImageSo könnten sich die Zeiten ändern: Im früheren Altenteil des „Gasthauses zum Widder“ in Witterda ist der künftige Jugendclub eingeplant – falls dieses an erster Stelle stehende Leitprojekt der Regionalen Aktionsgruppe Sömmerda/Erfurt mit Mitteln aus dem Europäischen Topf gefördert.
 
Mehr als 2,1 Millionen Euro sind den Umbau des historischen Hauses zu einem Regionalen Kultur- und Freizeitzentrum „Fahner Höhe“ eingeplant. Die Gemeinde würde selbst Tief in die Tasche greifen. Wir haben keine Schule, fast keine Infrastruktur, keine Sozialgebäude, keinen richtigen Saal mehr“ begründet Bürgermeister Heiko Koch (CDU). „Dabei veranstalten wir Aktivitäten für die ganze Gegend wie Kirmes- oder Karnevaltreffen. Der `Widder` muss sowieso saniert werden. Da war die Frage: Viel Geld nehmen und was für die Gemeinde tun? Oder ganz viel Geld bewegen und was für die gesamte Region errichten?“ Wenn es denn klappt, sollte bereits 2010 der „Goldene Widder“ den Vereinen und Bürgen aus dem Orten der ganzen Fahner Höhe offen stehen. Eventuell werden noch ein Tourismus-Stützpunkt, auf alle Fälle jedoch zwei neue , feste Arbeitsplätze eingerichtet. Eigentlich genau das, was mit dem Filet erreicht werden soll. Projekte mit innovativem und gebietsübergreifendem Charakter, die neue Arbeitsplätze schaffen, habe man vornan gestellt.
 
Jedoch auch keines der anderen 157 aus der Entwicklungsstrategie gestrichen, so Harald Henning, Leiter der Aktionsgruppe. Eine kurzweilige Vernetzung des Landkreises mit Nachbarregionen regt zum Beispiel der „Reiseweg in die Geschichte“ an: u.a. über Urgeschichte (Bilzingsleben), Frühgeschichte (Leubinger Fürstengrab), Germanen (Funkenburg), Mittelalter (Runneburg), Reformation (Lutherstein Stotternheim). 1,3 Millionen Euro Kosten sind für technische Erschließung, Zugang, Info-Zentrum, Langhaus mit Innenausstattung und Schautafel für das Hügelgrab avisiert. Preiswert nimmt sich dagegen mit 240 000 Euro für vorbereitende Arbeiten eine in Andisleben geplante Markhalle „Thüringer Becken“ für frische landwirtschaftliche Produkte aus. Sozialen Gewinn versprechen die in Aussicht gestellten zehn bis zwölf Arbeitsplätze. „Flächen und Hallen wären vielleicht direkt und günstig an der B4 vorhanden“, meint Andislebens Bürgermeister Hans Vollrath (SPD). Der dieses für die Öffentlichkeit techt griffige Projekt jedoch erst einmal sehr vage vor seinem geistigen Auge sieht und zudem Prioritäten mit einem großen, noch leeren Gewerbegebiet am Ortsrand setzt. Zwar gibt es Interesse von Agrargenossenschaften, Direktvermarkten, Bäckern für die Markthalle. Und wohl auch der Erfurter Milchhof habe sich erkundigt. Doch ob sich das rechnet, müsse man durchsprechen, meinen hiesige Landwirte. Ohne Förderung braucht sie damit gar nicht erst anzufangen. (TA 25.10.07 Katrin Müller) 
 
© 2010 Witterda.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.